Über das Brooklyn Cycling Team zu sprechen bedeutet zwangsläufig, über Roger De Vlaeminck zu sprechen. Geboren in Eeklo, Ostflandern, verkörperte Roger den Prototypen des kompletten Rennfahrers: schnell, ausdauernd und mit einem außergewöhnlichen Gespür für die Klassiker ausgestattet.
Seine Karriere ist untrennbar mit Paris–Roubaix verbunden, wo er viermal triumphierte und den Spitznamen „Monsieur Roubaix“ erhielt. Doch De Vlaeminck auf dieses Rennen zu reduzieren, hieße, seine Größe zu verkennen. Er gewann alle Monumente außer Lüttich–Bastogne–Lüttich und setzte sich auf jedem Terrain durch: von den Pflastersteinen des Nordens über die Finals von Mailand–Sanremo, die Anstiege der Lombardei bis hin zum rasanten Rhythmus von Tirreno–Adriatico, das er sechs Jahre in Folge für sich entschied.
Er war auch ein herausragender Querfeldeinfahrer, 1975 UCI-Weltmeister – ein Beweis für seine Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit. Sein Stil, zugleich kraftvoll und elegant, prägte eine Ära und machte ihn zu einer Ikone, die den Geist des Radsports der 1970er Jahre bis heute verkörpert.